Ruhefristenfestlegung

Die auf einem Friedhof geltenden Ruhefristen spiegeln einerseits die sogenannten Verwesungsbedingungen wider, andererseits aber auch das vor Ort geltende Pietätsempfinden und die damit verbundene Trauerzeit.

Während es für die Ermittlung der Verwesungsbedingungen anerkannte Verfahren, wie die Simulation mit RuheSoft und die Durchführung von dokumentierten Graböffnungen gibt, ist das Pietätsempfinden vor Ort sehr individuell.
Die geltenden Bestattungsgesetze geben die Rahmenbedingungen, wie die Mindestruhefrist vor.

Veränderte gesetztliche Rahmenbedingungen können ebenso ein Anlass für eine Verkürzung der Ruhefrist sein, wie auch der zunehmende Wunsch der Nutzungsberechtigten nach verkürzten Pflegeverpflichtungen.

Eine verkürzte Ruhefrist muss in jedem Fall eine ausreichende Verwesung des Leichnams garantieren. Dabei sind nicht nur die bodenkundlichen Voraussetzungen zu prüfen, sondern auch biologisch abbaubare Pietätsmaterialien zu verwenden.

Das von Dr. ALBRECHT entwickelten Dokumentationsverfahren trägt zum Verständnis des Verwesungsprozesses bei und dient auch als Beleg für den ordnungsgemäßen Betrieb des Friedhofs gegenüber den Genehmigungsbehörden.